Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Berlin: 30 Jahre Konterrevolution – Bilanz und Ausblick

11. Januar | 18:00 - 21:00

Als vor 30 Jahren die DDR ihre Grenze öffnete, war der Weg für die Konterrevolution frei. Die D-Mark kam und brachte das Ende der DDR. Die Kapitalisten siegten und verkündeten das „Ende der Geschichte“ – nach dem Motto: Jetzt wird alles gut, jetzt kann nichts mehr kommen.

Es kam nicht das „Ende der Geschichte“, sondern der Beginn von Pogromen, von Nazi-Angriffen, von Kriegseinsätzen, von Angriffen auf die Rechte der Arbeiter und von Armut und Niedriglohn. Die Konterrevolution hält seitdem an und will die Geschichte zurückrollen, erkämpfte Rechte weiter zerstören.

Die Arbeiterbewegung und die Linken sind seitdem in eine tiefe Krise gestürzt. Der Opportunismus ist auf dem Vormarsch. Die Sozialpartnerschaft ist in den Gewerkschaften dominant, die Führung segnete Nullrunden und die Agenda 2010 ab. Die Antideutschen und Antinationalen haben die antifaschistische Bewegung zersetzt und auf staatstragenden Kurs gebracht, während der Staat weiter fleißig Nazis aufbaut und bewaffnet. In der kommunistischen Bewegung hat sich Unklarheit und Revisionismus ausgebreitet. Zwischen Anpassung an die Linkspartei und verbalradikalen Parolen wurde die Klarheit und die Verankerung verloren.

Aber die Geschichte ist nicht zu Ende. Nach 30 Jahren Konterrevolution ist das Gesicht des Imperialismus für viele immer klarer erkennbar: Aufrüstung, Armutsgesetze und Faschisten. Das kann nicht die Zukunft sein. Die Zeichen stehen auf Veränderung in der Arbeiterbewegung. Die Unzufriedenheit wächst, viele stellen sich Fragen über die Gesellschaft und werden aktiv. In der kommunistischen Bewegung gibt es Veränderungen: In einigen Ländern versuchen junge Parteien, durch Klärung zentraler Fragen opportunistische Positionen zu überwinden und gewinnen gleichzeitig an Einfluss in der Arbeiterklasse.

Wir wollen ein Blick auf 30 Jahre Konterrevolution und Annexion der DDR werfen. Auf unserer Podiumsdiskussion wollen wir mit Vertretern verschiedener Bewegungen diskutieren, die von den Erfahrungen der 1990er und 2000er Jahre sprechen und Vergleiche mit heute ziehen. Wir wollen fragen: Was waren die spürbaren Konsequenzen für die Arbeiterbewegung und der Arbeiterklasse generell und besonders in den ehemaligen Gebieten der DDR, was waren die spürbaren Konsequenzen für die antifaschistische und Antikriegs-Bewegung?

Und wir wollen fragen: Wie sieht es heute im Vergleich dazu aus? Haben wir aus unseren Erfahrungen gelernt? Können wir von einem – wenn auch zaghaften – Aufschwung der Arbeiterbewegung ausgehen? Was sind die nächsten Schritte, um die Krise zu überwinden und voranzukommen?

Eintritt gegen Spende!

Details

Datum:
11. Januar
Zeit:
18:00 - 21:00
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
, ,

Veranstaltungsort

Verlagsgebäude Neues Deutschland
Franz-Mehring-Platz 1
Berlin, Berlin 10243 Deutschland

Veranstalter

Kommunistische Organisation
E-Mail:
info@kommunistische.org