Auf zum Kommunismus Kongress!

Führt Russland einen Angriffskrieg oder ist es eine Verteidigungsmaßnahme – schließt sich das aus? Ist es ein imperialistischer Krieg von allen Seiten und was bedeutet das? Oder ist es ein notwendiger und überfälliger Schritt zur Eindämmung der NATO-Aggression? Wie ist die Rolle des Faschismus in der Ukraine einzuschätzen und welche Rolle spielt die NATO dabei? Wie muss sich die Arbeiterklasse positionieren? Gibt es eine Interessensüberschneidung der Arbeiterklasse mit Teilen der russischen Bourgeoisie, das Land zu verteidigen und den Faschismus zu besiegen? Widerspricht das einem unabhängigen Standpunkt der Arbeiterklasse? Worin besteht dieser? Wie sind die Macht- und Kräfteverhältnisse weltweit einzuschätzen? Handelt es sich um eine Aggression des Westens zur Aufrechterhaltung seiner Herrschaft oder ist es ein Kampf zwischen imperialistischen Staaten – aufstrebenden auf der einen, absteigenden auf der anderen Seite? Handelt es sich um ein Verhältnis gegenseitiger, ungleicher Abhängigkeiten oder um die Weltbeherrschung durch den Westen? Was bedeutet eine unipolare oder eine multipolare Weltordnung? Was verstehen wir unter unterdrückenden und unterdrückten Nationen und sind die Begriffe heute noch anwendbar? Welche Imperialismusanalyse ist am besten dazu geeignet, die Entwicklung zu verstehen? Und wie helfen uns Lenin und die anderen Klassiker und ihre Herangehensweise dabei? Was heißt das alles für den Kampf hier vor Ort gegen die NATO und gegen den Hauptfeind, den deutschen Imperialismus? Wie verstehen wir den Kampf gegen den Imperialismus als Ganzes und wie ergibt sich daraus eine Strategie und Taktik für die weltweite Arbeiterklasse?

 

Wir laden zum Kommunismus-Kongress zum Thema Krieg und Imperialismus ein.

Es gibt viel zu diskutieren und zu klären. Wir haben selbst viele Fragen und Uneinigkeit. Angesichts der Ereignisse ist das nicht verwunderlich. Klar ist aber auch: Waffenlieferungen, Aufrüstung, Faschismus und die deutschen Kriegspläne müssen bekämpft werden. Wir wollen beides tun: Die Diskussion und Klärung voranbringen, um besser eingreifen zu können. Der Kommunismus-Kongress (KoKo) soll deshalb inhaltlich in die Tiefe gehen mit dem Ziel der politischen Handlung, des Einmischens und Veränderns.

Wir wollen unterschiedliche Standpunkte, Analysen und Einschätzungen in die Diskussion bringen. Dabei darf es inhaltlich kontrovers werden, denn wir wollen zu den wichtigen Fragen und zu den Tatsachen vorstoßen.

Dafür wollen wir gegensätzliche Positionen in die Diskussion bringen – zur aktuellen Situation, zum Krieg in der Ukraine, aber auch dazu, wie wir den Imperialismus verstehen, wie der Westen, Russland und andere Länder und ihr Verhältnis zueinander darin eingeordnet werden. Welche Analyse am besten dafür geeignet ist, die Wirklichkeit zu erfassen und wie wir die Imperialismusanalyse Lenins und anderer verstehen. Die wichtigste Frage ist, wie die Arbeiterklasse sich zu der Lage verhalten muss, ob sie Widersprüche ausnutzen kann und was wir unter einem unabhängigen Standpunkt der Arbeiterklasse verstehen.

Wir haben uns vorgenommen, bis zum Kongress die verschiedenen Standpunkte und Einschätzungen in der internationalen kommunistischen Bewegung zu erfassen und durch Interviews und Beiträge richtig und verständlich darzustellen. Der Kongress soll eine Veranstaltung werden, auf der eine breite und offene Debatte stattfindet und auf der es um die Sache geht. Es soll Workshops und Podiumsdiskussionen geben. Wir wollen Gäste aus Deutschland und anderen Ländern für diese gewinnen, um möglichst verschiedene Sichtweisen und Erfahrungen einfließen lassen zu können.

Der Kommunismus-Kongress soll sich mit Fragen rund um den Krieg in der Ukraine und den Imperialismus befassen und dabei sowohl Wissen vermitteln, als auch die Möglichkeit bieten, eine intensive und kontroverse Diskussion zu führen. Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussionen sollen einen tieferen Einblick ermöglichen und die verschiedenen Argumentationen und Analysen in eine Auseinandersetzung bringen. In diesem Sinne laden wir alle Interessierten, organisierte wie unorganisierte, vom 23. bis 25. September 2022 zum Kommunismus-Kongress nach Berlin ein.

 

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