Aktionsbericht zum Antikriegstag 2023

Am Antikriegstag 2023 beteiligte sich die KO bundesweit an Kundgebungen und Demonstrationen und war gemeinsam mit anderen Organisationen und Kriegsgegnern im Rahmen der Solidaritätskampagne „Nieder mit dem Krieg!“ aktiv.

„Schulter an Schulter, Hand in Hand – ‚Nieder mit dem Krieg‘ heißt Widerstand!“ schallte es lautstark aus dem Klassenkämpferischen Block auf der Demonstration zum Antikriegstag in Hamburg. In einer Aktionseinheit aus den Kampagnen „Nieder mit dem Krieg“ und „Offensive gegen Aufrüstung“ haben wir zum diesjährigen Antikriegstag einen lauten und von vielen prägnanten Reden geprägten Block organisiert. Vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt bis zum Gewerkschaftshaus demonstrierten wir mit hunderten weiteren Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegnern. Unser Ziel war es, der nationalistischen Kriegshetze, aber auch rein pazifistischen Forderungen eine klare Position zu den Kriegen auf der Welt entgegenzusetzen: Keine der kriegführenden Parteien, ob in der Ukraine oder in Syrien, vertritt die Interessen der Arbeiterklasse und der Völker und nur die Arbeiterklasse selbst können den Kriegen auf der Welt ein Ende bereiten, indem sie den Kampf zum Sturz der Herrschenden führen. So ist es unsere Aufgabe, in jedem Lang gegen unsere „eigenen“ Herrschenden zu kämpfen. In den Redebeiträgen und den gerufenen Losungen wurde mit aller Deutlichkeit die Klassenperspektive vertreten. Beim Verteilen unserer Flugblätter kam es immer wieder zu Diskussionen wie eine Gesellschaft erreicht werden kann, in der Frieden und Völkerfreundschaft herrschen – eine sozialistische Gesellschaft.

Im Anschluss an die Demonstration gab es eine Kundgebung der Kampagne „Nieder mit dem Krieg!“. Im Rahmen eines Infostandes mit Kaffee und Kuchen gegen Spende zur Unterstützung der Kommunistinnen und Kommunisten in der Ukraine wurden mehrere Reden gehalten. Die knapp 50 Teilnehmenden konnten drei Audioaufnahmen von Genossinnen und Genossen der Arbeiterfront der Ukraine, dem revolutionären kommunistischen Jugendverband Russlands sowie der Union der Kommunisten der Ukraine mit deren Einschätzungen und Herausforderungen im Kampf gegen den Krieg hören. Zusätzlich gab es noch eine Rede zur Heuchelei der sogenannten feministischen Außenpolitik der Bundesregierung vom Frauencafé Hamburg und zum Abschluss die Rede der Kommunistischen Organisation zum Antikriegstag 2023.

In Stuttgart nahmen wir mit ca. 200 weiteren Personen an der DGB-Kundgebung zum Antikriegstag mit einem mobilen Infostand und einem großen Transpi teil, um für die internationalistische Solidaritäts-Kampagne „Nieder mit dem Krieg!“ zu werben. Mit dem Verkauf von Beuteln und T-Shirts der Kampagne konnten wir Spenden sammeln und das Infomaterial stieß auf reges Interesse. Im Anschluss führten wir eine Aktion vor dem EUCOM-Stützpunkt der US-Armee in Stuttgart durch, wo wir mit Fahnen der ukrainischen und russischen Sowjetrepubliken zeigten, dass die beiden Länder bereits in der Vergangenheit in Frieden zusammen gearbeitet und gelebt haben.

In Tübingen nahmen wir an der zentralen Kundgebung zum Antikriegstag in der Innenstadt teil. In einem Redebeitrag konnten wir unsere Kampagne bewerben und die klassenkämpferische Perspektive des proletarischen Internationalismus aufzeigen, was auf positive Rückmeldungen stieß. Zusätzlich nutzten wir die Gelegenheit des Zusammenkommens vieler Antikriegskräfte zur Diskussion unserer Stellungnahme zum Antikriegstag. Wir konnten einige Interessierte zu unserem nächsten Kampagnentreffen einladen.

In Aachen beteiligten sich KO und die Solidaritätskampagne an der Kundgebung des Antikriegsbündnis Aachen. Wir waren mit einem Infostand der KO und der Kampagne vor Ort und konnten gute Gespräche mit Interessierten führen und Spenden für die Kampagne sammeln. An der Kundgebung nahmen ca. 100 Personen teil. Es wurde ein Redebeitrag vom Antikriegsbündnis gehalten und auch die Kampagne „Nieder mit dem Krieg!“ war mit einer Rede vertreten. Nach der Kundgebung gab es eine Demonstration, die ihren Abschluss auf dem Aachener Markt fand.

In Köln organisierten verschiedene Organisationen gemeinsam die Demo zum Antikriegstag, die übereinstimmend beide Kriegsparteien im Ukrainekrieg verurteilten, sowohl die NATO und die Ukraine auf der einen als auch Russland auf der anderen Seite. Die Demonstration begann mit einer Anfangskundgebung am Wiener Platz, wo wir Audio-Redebeiträge der Arbeiterfront der Ukraine und des revolutionären kommunistischen Jugendverbands aus Russland anhörten. Gleichzeitig gab es einen Kampagnen-Infostand mit Infomaterialien. Wir sammelten mit den Kampagnen-Beuteln und T-Shirts sowie Kaffee und Kuchen Spenden. Die Demo verlief über die Keupstraße zum Bahnhof Köln Mülheim und zurück zum Wiener Platz. Am 16. September werden wir in Köln eine Veranstaltung mit den russischen und ukrainischen Genossen abhalten, um mit dem Revolutionären Jugendbund gemeinsam die Kampagne vorzustellen.

Ganz im Zeichen der Solidaritäts-Kampagne begingen wir den weltweiten Antikriegstag in Gießen mit einem Infostand auf dem Gießener Marktplatz unweit der DGB-Kundgebung. Anstatt uns jedoch an der inhaltlich auf Kriegskurs stehenden Kundgebung des reformistischen Gewerkschaftsbundes zu beteiligen, setzten wir dieses Jahr mit unserem Stand auf eine größere Außenwirkung für die Kampagne und die KO. Immer wieder kamen auch Menschen von der Kundgebung zu uns, um sich an unserem Stand zu informieren. Im Laufe des Nachmittags konnten wir trotz regnerischen Wetters viele spannende und auch kontroverse Gespräche und Diskussionen führen. Besonders die Solidaritäts-Kampagne für unsere Genossinnen und Genossen in Russland und der Ukraine traf auf viel Zustimmung. Ebenfalls konnten wir für unsere Kampagnen-Veranstaltung am 28. September in Gießen werben, welche ebenfalls auf viel Interesse stieß.

In Mannheim waren wir mit einem Infostand zur Kampagne am Wasserturm präsent und verteilten Materialien der Kampagne und Stellungnahmen. Mit einer Infotafel stellten wir die unterstützten Organisationen vor und bewarben eine Solikneipe, die am 22. September stattfinden wird. Anschließend waren wir mit einem Antikriegs-Transparent auf der DGB-Kundgebung und konnten auch hier mit Teilnehmenden der Kundgebung ins Gespräch kommen und Stellungnahmen verteilen.

In Hannover nahm das Kampagnentreffen anlässlich des Antikriegstages an einer internationalistischen Demo teil. Unsere Reihen waren laut und kämpferisch. Außerdem gelang es uns, mit Flyern und einem Redebeitrag die Kampagne noch bekannter zu machen. Des Weiteren haben wir jede Menge interessante und angeregte Gespräche über unsere Stellungnahme geführt, die wir parallel zur Demo an die Bevölkerung verteilten. Besonders gefreut hat uns, dass wir einige neue Gesichter begrüßen konnten.

In Bremen nahmen Genossen der KO an der Kundgebung des Bremer Friedensforums teil. Zwischen Roland-Statue, Rathaus und der Bremischen Bürgerschaft fanden sich etwa 300 Teilnehmer ein. Wir waren mit KO-Fahne und dem Aufruf „Nieder mit dem Krieg“ vor Ort.
Bei der anschließenden Demonstration liefen wir mit den Genossen der KJ, welche ebenfalls die Kampagne „Nieder mit dem Krieg“ unterstützen. Die Demo kam vor dem Sitz des DGB zu einem Abschluss, wo die Stellungnahme der IG Metall Bremen kritisiert wurde. In dieser wurde sich zwar gegen Waffenlieferungen in Krisengebiete ausgesprochen, gleichzeitig aber die Bereitstellung militärischen Materials an die Ukraine als Akt der Selbstverteidigung dargestellt.

Auch in Leipzig, Göttingen und Berlin beteiligte sich die KO am Antikriegstag und verteilte Stellungnahmen und Materialien der Solidaritätskampagne.

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